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Über die Wirkungen von Medikamenten unter Druck ist noch nicht viel bekannt. In der Tauchmedizin vielleicht die bekannteste Nebenwirkung unter Druck ist die halluzinogene Wirkung von LariamTM (ein Malariaprophylaxemittel). Aber auch einige andere Medikamente können im Einzelfall unberechenbare und vielleicht auch in Zukunft therapeutisch nutzbare positive Effekte haben.

 

Besondere Vorsicht gilt bei allen Medikamenten, die zentralnervöse Nebenwirkungen haben, diese können unter Druck verstärkt auftreten. Also alle Antidepressiva, Neuroleptika, zentralwirksame Schmerzmittel, Muskelrelaxantien, Antiepileptika, Schlafmittel und Tranquilizer. Vermutlich können auch andere "schwere Medikamente" wie: rheumatologische Basistherapien, Cortison, Zytostatika oder Chemotherapien unter Druck gefährlich werden.

 

Hier muss man immer einen Tauchmediziner fragen! Da sehr viele behinderte Taucher solche obigen Medikamente einnehmen, zum Beispiel Antispastika bei manchen Rollifahrern, wird die maximale Tauchtiefe zumindest in der H-2 Gruppe auf bis 20 Meter beschränkt.

 

Zugegebenerweise soll aber nicht unerwähnt bleiben, dass hier keine wirklichen Studien existieren, sondern nur einzelne Fallbeispiele.

Wenn wir also einen Handicaptaucher betreuen, der neue Medikamente einnimmt, dann lesen wir den Beipackzettelfragen und fragen seinen Tauchmediziner. Überall dort wo "Achtung beim Bedienen von Maschinen" oder "häufige Nebenwirkungen sind Schläfrigkeit, Antriebslosigkeit..., bei Überdosierung verstärkte neuropsychiatrische Zustände wie Angstzustände, ..." steht, passen wir besonders auf. In diesen Fällen und wenn überhaupt, beginnen wir mit dem H3-Programm auf maximal bis 3 Meter Tiefe.

 

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